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Das Geheimrezept von Kamphuisen

Die Kamphuisen Sirupwaffel ist nicht nur eine Delikatesse, sondern kann auch auf eine langjährige Geschichte zurückblicken. Wussten Sie, dass unsere Waffeln bereits vor 200 Jahren gegessen wurden?! Trotz seiner langjährigen Geschichte ist das Rezept immer unverändert geblieben. Das Rezept befindet sich seit 1810 in einem versiegelten Umschlag und wird dort geheim gehalten.

VOM SOCKENHÄNDLER ZUM FEINBÄCKER

Die Geburt von Wilhelmus Kamphuisen

Der Begründer des Kamphuizen-Geheimnisses ist der 1739 in Gullickerland direkt hinter der Grenze in Deutschland geborene und 1812 in Gouda verstorbene Wilhelmus Kamphuizen. Gemeinsam mit seiner Frau war er im Strumpfwarenhandel tätig. Er zog nach Gouda um, wo er in einem Gebäude an der Korte Tiende wohnte und arbeitete und seinen Strumpfwarenhandel weiterführte.

Die Geburt von Pieter Willem

Sein Sohn Pieter Willem wurde 1778 geboren und übernahm um 1803 den Strumpfwarenhandel seiner Eltern. Die Zeiten waren schlecht und Pieter Willem beschloss rund 1810, mit dem Verkauf von Keksen zu beginnen. Das Familienunternehmen wurde geboren.

VOM KEKS FÜR ARMELEUTE BIS ZUR KÖNIGLICHEN AUSZEICHNUNG

Das Versteck des Rezepts

Er arbeitete mit viel Begeisterung an der Entwicklung eines unnachahmlichen Rezepts. Nach vielen Geschmackstests und Versuchen erfand er die Sirupwaffel. Ein aus zwei Waffeln bestehender Keks mit einer dazwischenliegenden Schicht aus Sirup. Die Sirupwaffel von Kamphuizen wurde zu einem unglaublichen Erfolg, und das berühmte Waffelrezept konnte über all die Jahre – in einem versiegelten Umschlag aus dem Jahre 1810 – geheim gehalten werden.

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Die Eröffnung einer Bäckerei

1829 eröffnete Pieter Willem eine echte Feinbäckerei in der Gouwe 19, Ecke Peperstraat. Später kaufte er das Gebäude in der Peperstraat 2 hinzu, in dem die Konditorei im Erdgeschoss errichtet wurde.

Pieter Willems Erbe

1833 verstarb Pieter Willem. Vor seinem Tode wurde das Geheimrezept der Kamphuizen Sirupwaffel sorgfältig und mit der Pflicht zur Geheimhaltung an seinen Sohn Teuni Pieter, der die Feinbäckerei von seinem Vater übernahm, weitergereicht.

Die Auszeichnung der Sirupwaffel

Die Kamphuisen-Sirupwaffel entwickelte sich im Laufe der Jahre zur Delikatesse unter den Goudaer Sirupwaffeln. Dies war auch König Willem III. keineswegs unbemerkt geblieben, und darum wurde 1863 die Kamphuisen-Sirupwaffel von König Willem III mit einer goldenen Krone ausgezeichnet.

Der Kauf eines Speichers

Die Nachfrage nach der Waffel wurde zu groß und Teunis Pieter kaufte rund 1865 den Speicher in der Peperstraat 24. Dort wurde das Pferd der Pferdekutsche auf dem Innenhof in einem Stall untergebracht. Der Wagen, der später durch einen Bäckerwagen ersetzt wurde, stand hinter der Doppeltür in der Peperstraat 24. Teunis Pieter wandelte die Feinbäckerei in eine Feinbäckerei und Konditorei um. Auch Teunis Pieter hat mit viel Liebe und Hingabe gebacken und arbeitete an der Weiterentwicklung seiner Backkreationen, um die Qualität zu verbessern.

Übernahme der Bäckerei durch Pieter Wilhelmus

1870 übernahm Pieter Wilhelmus die Feinbäckerei und Konditorei von seinem Vater. Mit der Verpflichtung zur Verschwiegenheit wurde das berühmte Rezept der Kamphuizen Sirupwaffel sorgfältig weitergereicht. Pieter Wilhelmus arbeitete ebenfalls mit viel Liebe und Hingabe an der Weiterentwicklung der Produkte. Die Produktqualität stand dabei an erster Stelle. Die Modernisierung des Geschäfts spielte für die Familie Kamphuizen eine geringere Rolle. Auf Messen wurde die Kamphuizen-Sirupwaffel mit Preisen überschüttet. In Amsterdam, Batavia und Paris wurde sie mit Medaillen ausgezeichnet. Die Kamphuizen Sirupwaffel erhielt internationale Berühmtheit, und die Produkte wurden unter anderem an angesehene und wohlhabende Personen geliefert.

Übernahme der Bäckerei durch Jacobus Gerardus Cornelis

1912 übernahm Jacobus Gerardus Cornelius das Geschäft von seinem Vater. Wiederum wurde das Rezept der Kamphuisen Sirupwaffel sorgfältig mit der Pflicht zur Geheimhaltung übertragen. Man tauschte die Pferdekutsche, mit der die Bestellungen innerhalb und außerhalb Goudas transportiert wurden, gegen ein Transportfahrrad ein. Boten lieferten die Produkte mit dem Zug an die Feinkostgeschäfte in den großen Städten. Noch später wurden ein Motorrad und ein Bäckerwagen zur Belieferung angeschafft.

150-jähriges Bestehen der Sirupwaffel

Nach Jacobus wurde das berühmte und geheime Rezept ein letztes Mal sorgfältig mit der Pflicht zur Geheimhaltung innerhalb der Familie an Jacobus‘ Sohn Cornelis Martinus weitergereicht. Auch er arbeitete mit viel Liebe und Hingabe an der Sirupwaffel und 1960 wurde ihm zum 150-jährigen Bestehen der Kamphuisen Sirupwaffel von Königin Juliana das Prädikat Hoflieferant verliehen. Trotz seiner Liebe für das Bäckereihandwerk warnte Cornelius Martinus seine Kinder vor den Mühen dieses Handwerks und den geringen Einkünften.

Cornelis Martinus' Erbe

1969 verstarb Cornelis Martinus. Keiner seiner Kinder war an der Übernahme des Geschäfts interessiert. Cornelis Martinus‘ Frau sah sich zur Weiterführung des Unternehmens mit sechs Mitarbeitern gezwungen. Schon bald konnte sie die Aufgabe nicht mehr bewältigen und bot das Gebäude in der Gouwe 16 samt Inhalt zum Verkauf an. Schließlich erschien der in Gouda weithin bekannte Konditor Verweij. Seiner Meinung nach war die prämierte und international anerkannte Kamphuisen Sirupwaffel gewinnversprechend. Er wollte ihr eine zweite Chance bieten. Das Patent des berühmten Rezepts der Kamphuisen Sirupwaffel wurde mit der Pflicht zur Geheimhaltung an ihn verkauft, und er übernahm einen der letzten Bäcker der Kamphuisen-Bäckerei für seine Bäckerei am Markt 69. Ab dem Moment trennten sich die Wege der Familie Kamphuisen.

VOM HANDWERK ZUM ZAHNRAD

Wegen der vielen Besucher in Gouda sind seine Waffeln nicht zu schleifen. Die Frage steigt, aber seine Waffeln werden immer noch von Hand gebacken. Deshalb beschließt er, den Backprozess zu automatisieren. Er findet einen Ofenbauer, der speziell für die Kamphuisen Sirupwaffel einen Ofen bauen möchte.

DIE WAFFEL UND DIE FABRIK

Jan Anker kaufte das Geheimrezept

1995 meldete sich der bekannte und namhafte Goudaer Konditor Jan Anker bei Verweij. Er war am Kauf des Geheimrezepts der Kamphuisen-Sirupwaffel interessiert. Jan Anker ist Bauernsohn und kennt die Herkunft der ehrlichen, von ihm weiterverarbeiteten Produkte. Weiß man, mit welchem Maß an Liebe und Hingabe die Bauern ihre Produkte hergestellt haben, kann man diese ehrlichen Produkte auch mit der gleichen Liebe und Hingabe in seinen Produkten weiterverarbeiten. Und diese Liebe schmeckt man. Anker kaufte Verweij das Patent des geheimen und berühmten Rezepts der Kamphuisen Sirupwaffel und den Waffelofen ab. Das Rezept wird heutzutage immer noch im Tresor der Sirupwaffelbäckerei aufbewahrt.

Jan Anker ist ein Erfinder

Jan Anker ist ständig damit beschäftigt, etwas zu erfinden oder zu entwickeln; er bringt gerne Dinge in Bewegung. Mit viel Geduld und Hingabe verbessert er in seiner Bäckerei in Waddinxveen den Ofen. Nachdem er in seiner Freizeit monatelang getüftelt und nachgedacht hat, wird ein Traum wahr und die vollautomatische Sirupwaffelmaschine ist geboren. Die Sirupwaffeln fliegen aus Ofen auf das Förderband, werden bestrichen, abgekühlt und verpackt. So begibt sich die Delikatesse unter den Sirupwaffeln aus Gouda knusperfrisch auf die Reise, vielleicht ja bis ans andere Ende der Welt.

Die Eröffnung der Sirupwaffelfabrik

Die vollautomatische Sirupwaffel-Maschine kommt wieder zurück nach Gouda. Am Markt 69 im Herzen von Gouda – der Stadt, in der Kamphuisen aufwuchs und in der früher der Bäcker Verweij die Kamphuisen-Sirupwaffel backte – öffnet die Kamphuisen Sirupwaffelfabrik ihre Türen für die Öffentlichkeit. Die Herstellung dieser Goudaer Delikatesse ist hiermit nach 6 Jahren zum Glück wieder nach Gouda zurückgekehrt – ganz so wie es sich gehört. Jan Anker und seine Söhne heißen Sie von Herzen in der Sirupwaffelfabrik willkommen und wünschen Ihnen guten Appetit!

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